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Patrick Brucker bricht 35-Minuten-Grenze

Eine Woche nach dem Freistetter Maiwaldlauf konnte der 24-Jährige erneut unter die Top 3 laufen. Beim Insellauf Reichenau belegte er den 3. Gesamtplatz und unterbot zum ersten Mal die 35-Minuten-Marke.

Letzten Sonntag fuhren Patrick und Bärbel Brucker zum 28. Reichenauer Insellauf. Für beide war es die erste Teilnahme am Bodensee, zuletzt hatte dort drei Jahre zuvor Bachir Benouaret in einem stark besetzten Feld den vierten Gesamtplatz erreicht. Mit einem Auge schielte Patrick Brucker vor dem Rennen Richtung Podium, doch die Konkurrenz-Situation war bis zum Rennbeginn eine Unbekannte für ihn. Dennoch wusste er eine Woche nach seinem zweiten Platz beim Freistetter Maiwaldlauf in neuer Bestzeit von 35:05 Minuten um seine aktuell gute Form. Demnach war die Marschroute schnell klar: Mindestens sechs weitere Sekunden sollten von der Uhr genommen werden.


Start und Ziel des Insellaufs befanden sich auf der Aschebahn des SV Reichenau, auf der zuerst zwei komplette Runden zu absolvieren waren, bevor es gegen den Uhrzeigersinn einmal um die Insel ging. Nach dem Startschuss um zehn Uhr und ein wenig hin und her auf den ersten Metern, war schnell klar, dass an der Spitze des Feldes erwartungsgemäß zwei starke Läufer vom TV Konstanz um den Sieg rennen würden. Doch schon direkt dahinter setzte sich Patrick fest. Bereits nach dem ersten Kilometer sah er sich allein auf Position drei liegend in der Verfolgung. Mutig angegangen, hielt er auch auf den nächsten Kilometern das Tempo hoch und verkraftete auch die ersten kleinen Wellen, die das Streckenprofil aufwies. Der langsamste Kilometer sollte der fünfte sein, der nicht sehr steil, aber doch stetig leicht bergan führte. Nach diesem standen für Patrick vielversprechende 17:25 Minuten auf der Uhr. Doch viel langsamer durfte die zweite Hälfte nicht werden.


Dank vollen Einsatzes bis ins Ziel erstmals unter 35:00 Minuten


Auch eingangs der zweiten Rennhälfte, die nun Richtung süd-östlichem Ende der Insel führte, lief Patrick weiterhin allein gegen die Uhr und kämpfte gegen die fortschreitende Ermüdung. Nachdem er auf den folgenden Kilometern einige wenige Sekunden einbüßen musste, war nochmal ein schneller Schlusskilometer nötig, um das selbst gesteckte Ziel einer Zeit von unter 35 Minuten zu erreichen. Der Hofstetter mobilisierte auf den letzten 1000 Metern nochmals all seine Reserven und spurtete um jede Sekunde. Nach einem großen Kampf konnte er seine Uhr in neuer persönlicher Bestzeit von 34:54 Minuten als Drittplatzierter stoppen. In der männlichen Hauptklasse belegte er damit hinter dem Gesamtsieger den zweiten Platz. Im Ziel durfte er überraschend bald seine beiden engsten Verfolger begrüßen, die ihrerseits nur wenige Sekunden über der 35-Minuten-Marke blieben und eine deutlich schnellere zweite Hälfte gelaufen sind. Um so erfreuter war Patrick über seinen nächsten Erfolg und den starken dritten Platz in einem gut besetzten Rennen mit am Ende 194 Finishern.


Noch etwas mehr mit dem leicht welligen Terrain zu kämpfen hatte Bärbel. Sie erwischte nicht ihren besten Tag und lief nach 59:06 Minuten als 51. Frau über die Ziellinie auf dem Rasenplatz des SV Reichenau. Nach gleich mehreren persönlichen Bestzeiten in der ersten Jahreshälfte, gehört auch das manchmal dazu.

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