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Historischer vierter Streich beim Pitztaler Marathon-Jubiläum

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Mit ihrem jeweils vierten Sieg in Folge schrieben Natalie Wangler und Jonas Müller beim 20. Pitztaler Gletscher-Marathon erneut Geschichte und feierten einen historischen Doppelsieg für die Roadrunners Südbaden.



Im Trotz schwerer Wetterkapriolen und einem Murenabgang wenige Tage vor dem Event wurde das runde Jubiläum des Pitztaler Gletscher-Marathons 2026 zu einem echten Fest des Laufsports. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Einsatzkräfte konnte das Rennen für die über 1.200 Laufbegeisterten aus 37 Ländern fast vollständig auf der Originalstrecke stattfinden. Mittendrin im Rampenlicht standen einmal mehr zwei Top-Athleten der Roadrunners Südbaden, Natalie Wangler und Jonas Müller, die nach ihren Triumphen der vergangenen drei Jahre als die Gejagten ins Rennen gingen.


Jonas Müller stürmt mit Rekordzeit zum vierten Sieg in Folge


Pünktlich um 8:00 Uhr fiel in Mandarfen nahe der Talstation der Rifflsee-Bergbahn der Startschuss für die 42,195 Kilometer lange Reise hinab zur Gruabe Arena in Arzl. Vom ersten Meter an übernahm der 32-jährige Jonas die Initiative, schlug ein hohes Tempo an und enteilte dem Feld bereits auf den beiden Einführungsrunden. Nach gut 5,5 Kilometern betrug sein Vorsprung bereits eine Minute.


Auch die im Jahr zuvor eingeführte, rhythmusbrechende Zusatzschleife in Piösmes nach 16 Kilometern und die spürbar steigenden Temperaturen zur Rennhälfte konnten den Marathon-Rekordsieger nicht stoppen. Auf den harten finalen elf Kilometern zahlte sich die neu eingeführte zusätzliche Verpflegungsstelle vor Wenns aus, um den intensiven Schlussanstieg mit über 35 Kilometern in den Beinen zu bewältigen.


Nun vollständig auf der Jagd nach einer schnellen Zeit mobilisierte Jonas auf den letzten Kilometern alle Kraftreserven. Unter dem tosenden Applaus der Zuschauer in der gut gefüllten Gruabe Arena finishte er nach sensationellen 2:28:27 Stunden. Damit unterbot er seine eigene Vorjahreszeit nochmals um 22 Sekunden und sorgte für die schnellste Marathon-Siegzeit im Pitztal seit dem Jahr 2012. Wie dominant dieser Auftritt war, zeigte sich beim Blick auf die Uhr: Über 17:30 Minuten vergingen, bis der Zweitplatzierte Steffen Schlegel das Ziel erreichte. Für Jonas, der nur rund zweieinhalb Monate zuvor beim London-Marathon in 2:26:21 Stunden zweitschnellster Deutscher war, ein weiterer Meilenstein.


Natalie Wangler macht den historischen vierten Doppelsieg perfekt


Für die große Halbmarathon-Show sorgte derweil kurz darauf Natalie. Die an der Edinburgh Napier University in Schottland promovierende Athletin ging um 9:00 Uhr in Eggenstall auf die 21,388 Kilometer lange Strecke. In Abwesenheit des Vorjahressiegers Simon Bong war Natalie der absolute Fokus der Zuschauer im Rennen gewiss.


Vom ersten Meter an lief sie der gesamten Frauen-Konkurrenz auf und davon und demonstrierte ein einsames Start-Ziel-Rennen. Bereits zur Rennhälfte in Schön lag sie komfortable zweieinhalb Minuten vor der ersten Verfolgerin. Trotz des schwindenden Schattenschutzes auf dem Weg hinauf nach Wenns zeigte sie im letzten Renndrittel großes Durchhaltevermögen. In exakt 1:25:00 Stunden überquerte Natalie schließlich die Ziellinie in Arzl und krönte damit ihre einzigartige Erfolgsgeschichte im Pitztal. Wenig später strahlte sie gemeinsam mit Jonas für die Kameras – der historisch einmalige vierte Doppelsieg in Folge für das Roadrunners-Duo war perfekt.


Mit diesem geschichtsträchtigen Lauftag untermauerten die Roadrunners Südbaden einmal mehr ihre Ausnahmestellung beim legendären Gletscher-Marathon. Die herzliche Atmosphäre und die Begeisterung im Tal dürften diesen Jubiläumslauf für alle Beteiligten noch lange in bester Erinnerung halten.


Foto: TVB Pitztal

 
 
 

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