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Lehmann, Roth, Brucker und Schrempp in Freiburg in den Top-10

  • vor 11 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Dreimal Marathon-Top-10, Platz 6 unter 9.000 Halbmarathonläufern und insgesamt sechs neue persönliche Bestzeiten sind die Ausbeute vom Freiburg Marathon.



13 Roadrunners ließen sich die 21. Ausgabe des südbadischen Marathon-Klassikers nicht entgehen. Von rund 18.500 gemeldeten Läufern über alle Distanzen sprach der Veranstalter. Über die Königsdistanz konnten sich letztlich knapp 1.600 Läufer in die Ergebnisliste eintragen, worunter sich stolze sieben Roadrunners zählen durften. Mit fast 9.000 Finishern den größten Zulauf genoss einmal mehr der Halbmarathon. Nasskaltes Wetter machte die diesjährige Ausgabe zwar für Zuschauer ein wenig ungemütlicher, doch bot im Vergleich zu vielen Ausgaben der Vorjahre Läufer-freundliche Bedingungen, die frühsommerlichem Wetter auf der Strecke sicher vorzuziehen waren.


Nach einem herausragenden 7. Platz beim Freiburg Marathon 2025 stand Jonas Lehmann als einer der Top-Läufer auch dieses Jahr wieder am Start über die 42,195 Kilometer. Sehr mutig und offensiv gestaltete er von Beginn an sein Rennen und passierte die Halbmarathon-Marke schon nach 1:16:35 Stunden in einem Quartett um die Plätze fünf bis acht. Nicht weit dahinter nach 1:19:22 Stunden folgte Merhawi Micael, der ein Jahr zuvor sein Marathon-Debüt gab. Beide befanden sich auf Kurs neuer persönlicher Bestzeiten – was nicht weniger für Michael Schlecht, Annika Brucker, Rahel Roth und Simon Christ galt. Jeweils um die Top-10 herum kämpften im Feld der schnellsten Frauen Brucker und Roth.


Die leicht profilierte Streckenführung sollte sich für die rund 1.600 Marathonläufer erfahrungsgemäß auf der zweiten Runde mit zunehmender Müdigkeit umso anspruchsvoller anfühlen. Wenn auch der ein oder andere ein wenig Tribut zollen mussten, konnten alle eine starke und vor allem kämpferische zweite Hälfte folgen lassen. Allen voran Jonas sorgte wie im vergangenen Jahr für ein herausragendes Ergebnis. Schon als 6. Läufer bog er auf die Zielgerade ein und konnte sein starkes Rennen nach 2:36:29 Stunden beenden. Zwar fehlten am Ende 35 Sekunden auf seine Bestzeit, doch überwog die Freude über ein weiteres Top-Ergebnis beim Freiburg Marathon. Um sechs Plätze und über drei Minuten konnte sich Merhawi gegenüber dem Vorjahr steigern. 2:44:21 Stunden bedeuteten Rang 17 und neue persönliche Bestzeit für ihn.


Ein bilderbuchartig eingeteiltes Rennen gelang Michael, der mit einer Bestzeit von 3:00:59 Stunden mit klarem Ziel ins Rennen ging: Die 3-Stunden-Marke sollte fallen. Mit Hälften in 1:27:47 und 1:27:49 Stunden bewies er nicht nur seine grandiose Form, sondern auch ein herausragendes Pacing. Beides belohnte ihn mit einer neuen Bestzeit von 2:55:36 Stunden und seinem ersten Marathon unter der magischen 3-Stunden-Barriere. Mit einer fast genauso guten Renneinteilung schob sich Rahel in der Schlussphase noch in die Top-10 und verbesserte ihre Bestzeit ähnlich deutlich als 9. aller Frauen auf 3:11:32 Stunden. Nur Sekunden später wiederholte Annika ihr Top-10-Resultat aus dem Vorjahr mit ebenso starken 3:11:51 Stunden.


Die denkbar knappste Entscheidung im Rennen um eine neue persönliche Bestzeit erfuhr Simon. Nach 42,195 Kilometern und fast 200 Minuten Renndauer fehlte die Winzigkeit einer einzigen Sekunde auf seine Bestzeit, die er im Vorjahr an selber Stelle aufstelle. Nach einigen schwierigen Monaten konnte er mit 3:18:02 Stunden dennoch sehr stolz auf seine Leistung sein. Weniger ehrgeizig als ihre sechs Teamkollegen ging Katharina Oswald ins Rennen. Erneut fungierte sie als offizielle Pacemakerin für eine Zielzeit unter 3:45 Stunden. Ihre Aufgabe erfüllte sie mit Bravour und finishte ihren 10. Marathon nach 3:43:58 Stunden.


Platz 6 und 9.000 Läufern: Michael Schrempp läuft Rennen seines Lebens


Spannende Rennen, großen Kampfgeist und zahlreiche Bestzeiten lieferten nicht nur die 42,195 Kilometer. Großes Kino boten auch die Roadrunners, die sich für die halbe Distanz entschieden hatten. Michael Schrempp zeigte vergangenen Herbst zweifelsohne, dass er sich mit 45 Jahren in der Form seines Lebens befindet, mit Bestzeiten über 5 und 10 Kilometer, im Halbmarathon und – zum krönenden Abschluss – über die Königsdistanz, die er in Frankfurt in 2:34:40 Stunden bewältigte. Auch unter seinen Teamkollegen gingen langsam die Superlative aus. Dennoch wusste Michael in Freiburg, nochmals einen obendrauf zu setzen. Schnell, aber kontrolliert ging er die ersten zehn Kilometer an und sah sich nach 34:45 Minuten im Rennen um eine Top-10-Platzierung im riesigen, rund 9.000 Läufer umfassenden Feld. Dass das noch lange nicht alles sein sollte, zeigte er auf der zweiten Rennhälfte, in der er die letzten zehn Kilometer sogar unter 34 Minuten absolvierte und sich damit nach 1:12:25 Stunden den 6. Gesamtplatz erlaufen konnte. 43 Sekunden nahm er damit gegenüber seiner Bestzeit von der Uhr. Was diese Leistung bedeutet, zeigt ein Blick in die Altersklasse: Unter 358 Finishern in der M45 gewann er nicht nur, sondern lief fast sechs Minuten schneller als der Zweitplatzierte.


Ein durchweg starkes Rennen bestritt auch Björn Rauh. Seine Bestzeit die ganze Zeit im Blick, fehlten nach 21,0975 Kilometern am Ende nur zwölf Sekunden. Unter 549 Finishern der Altersklasse M40 unterstreicht sein zweiter Platz sein hochklassiges Rennen dennoch mehr als deutlich. Einen großen Schritt näher kam ihm unterdessen Alex Bernardin. Zum Jahresende das blaue Trikot erstmals übergestreift, deutete er seine Klasse schon im Januar mit neuer 10-km-Bestzeit in Teningen an. Bei seinem ersten Halbmarathon als Roadrunner konnte er siebeneinhalb Minuten unter seiner bisherigen Bestzeit bleiben und in 1:20:16 Stunden die Ziellinie überqueren. Wie auch Michael, lief Svitlana Malysh im September in Karlsruhe ihre Halbmarathon-Bestzeit. Diese sollte nach dem Freiburg Marathon ihre Gültigkeit verlieren. Mutig und offensiv gestartet, wurde sie in der zweiten Hälfte noch schneller und pulverisierte ihre alte Marke um fast sechs Minuten auf 1:27:37 Stunden. Gleichzeitig sorgte sie mit Rang 14 aller Frauen für ein Top-Ergebnis.


Ähnlich wie Katharina etwas lockerer angehen, ließen es Georgios Filippidis und Jonas Bender. Beide nahmen als private Pacemaker teil und hatten in 2:22:08 Stunden sowie 59:22 Minuten ihren Spaß im Halbmarathon sowie dem rund 10,6 Kilometer langen Gesundheitslauf.

 
 
 

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