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Drei Bestzeiten bei 0 Grad in Rheinzabern

Mit drei neuen Bestzeiten reisten Patrick Brucker, Merhawi Micael und Katharina Oswald aus der Pfalz zurück. Eine Woche zuvor dominierte Meike Freudenreich beim Weiterstädter Nikolauslauf.


Wenn auch andernorts die sportliche Klasse vor allem in der Breite seit wenigen Jahren etwas nachlässt, zeigt die Winterlaufserie Rheinzabern auch nach 40 Jahren noch, wie hochklassig und schnell lokale Rennen sein können. Exakt 1.000 Finisher trugen am Sonntag einmal mehr zu einem denkwürdigen Rennen über die 10-Kilometer-Distanz bei. Mit 0 Grad, nahezu windstillen Bedingungen und natürlich hochklassiger Konkurrenz waren die Rahmenbedingungen gesetzt, um am Jahresende nochmal richtig schnell zu laufen.


Entsprechend entschlossen und mutig ging das Roadrunners-Sextett um 10:20 Uhr ins Rennen. Besonders Patrick Brucker und Merhawi Micael fackelten nicht lange und sahen sich beide – wenn auch etwas unverhofft – vom ersten Meter an auf Kurs neuer Bestzeit. Auch Meike Freudenreich, Jan Discher, Katharina Oswald und Bärbel Brucker fanden gut ins Rennen und schienen die kalten, aber idealen Bedingungen ebenso für sich nutzen zu können.


Schon nach 16:42 Minuten passierte Patrick die 5-Kilometer-Marke und fühlte sich noch immer stark. Hier war klar, dass seine Bestzeit von der City Night Berlin aus dem Juli 2022 ins Wanken geraten wird. Noch deutlicher sah es knapp dahinter bei Merhawi aus. Spätestens nach dem Wendepunkt im benachbarten Jockgrim, wonach schon bald der letzte Kilometer angebrochen wurde, wollte sich Patrick die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Nach einem herausragenden Rennen überquerte er die Ziellinie nach 33:42 Minuten und somit neun Sekunden früher als bei seiner bisherigen Bestzeit.


Gar pulverisieren konnte Merhawi seine Bestmarke aus dem Frühjahr. Satte 42 Sekunden nahm der 25-Jährige von der Uhr freute sich im Ziel riesig über sein starkes Rennen in 35:12 Minuten. Ebenfalls so schnell wie schon lange nicht mehr lief Meike. Trotz extrem starker Konkurrenz, der sogar der Streckenrekord aus 1999 nicht standhalten konnte, gelang ihr der 6. Platz in ebenso starken 37:12 Minuten. Knapp unter 40 Minuten, und damit sein Tagesziel erreicht, hatte auch Jan. Nach 39:47 Minuten durfte er seine Uhr stoppen.


Die dritte Bestzeit des Tages lief Katharina. Nach 41:14 Minuten blieb sie fünf Sekunden unter ihrer bisherigen Bestleistung aus dem Frühjahr. Ihre zweitbeste Zeit jemals lief Bärbel, die nach 54:27 Minuten an diesem kalten, aber schnellen Vormittag in der Pfalz ebenso stolz sein konnte wie ihre fünf Teamkollegen.

 

Meike Freudenreich dominiert Weiterstädter Nikolauslauf

 

Eine Woche zuvor hatten für die 37. Austragung des Weiterstädter Nikolauslaufs unweit ihrer neuen Heimat Darmstadt neben Meike Freudenreich gut 450 weitere Läufer gemeldet. Wenn auch nur knapp, schickte der 10-Kilometer-Lauf erwartungsgemäß das größte Feld des Tages auf die Strecke. Zwei abwechslungsreiche Runden waren zu absolvieren. Abwechslung brachte dabei besonders der Untergrund – etwas mehr als die Hälfte der Strecke wurde auf Teer gelaufen, der Rest führte teilweise etwas holprig über Waldwege.


Bei guten Laufbedingungen ließ sich Meike nach einem etwas hektischen Start nicht beirren und fand schnell in ihr Tempo. Lediglich vier Männer sollten am Ende schneller laufen als die 25-Jährige. Vom Rest der Frauenkonkurrenz setzte sie sich unmittelbar ab und ließ schon nach einem Kilometer keinen Zweifel an einem Sieg aufkommen. Stück für Stück wuchs Meikes Vorsprung auf die Verfolgerinnen. Aus Sekunden wurden Minuten – letztlich sogar über vier.


In der hessischen Kleinstadt südlich von Frankfurt siegte Meike nur knapp hinter dem viertschnellsten Mann in 38:30 Minuten. Damit konnte sie bereits das erste Ausrufezeichen in der Laufszene in und um ihren neuen Lebensmittelpunkt Darmstadt setzen kann somit motiviert und zuversichtlich Richtung der letzten Rennen des Jahres blicken.

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