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Marathon-Podium für Meike Freudenreich in Regensburg

Beim Regensburg Marathon wird Meike Freudenreich mit neuer, hochklassiger Bestzeit von 2:54:28 Stunden zweite Frau.

 


Ein Jahr nach ihrem Debüt über die Königsdistanz stand Meike Freudenreich am Sonntag in Regensburg zum dritten Mal am Start der 42,195 Kilometer. Nach Hamburg und Frankfurt sollte es dieses Mal eine Nummer kleiner werden – wenn auch dieses Event über 5.000 Läufer auf die Strecke ziehen konnte. Bereits bei ihrem Debüt konnte sie deutlich unter drei Stunden laufen und sich im Herbst bei schwierigen Bedingungen nochmals um einige Sekunden verbessern. Für den Regensburg Marathon war das Ziel, ihre starke und über Monate erarbeitete Marathon-Form auf die Straße zu bringen. Zwei Halbmarathons auf allerhöchster internationaler Ebene hatte sie auf ihrem Weg zum großen Renntag absolviert. Bei sommerlichen Bedingungen lief sie in Lissabon 1:22:40 Stunden, einige Wochen später in Berlin bei leider ebenso suboptimal warmem Wetter 1:21:24 Stunden. Bei drei lokalen 10-Kilometer-Rennen im März und April blieb sie ungeschlagen.

 

UNESCO-Weltkulturerbe verlangt Meike alles ab


Mit entsprechend hohen Erwartungen reiste Meike in die ostbayrische Großstadt. Der Marathon-Kurs führte sie über drei Runden südlich der Donau durch Regensburg. Bei angenehm milden Bedingungen fiel um 8:30 Uhr der Marathon-Startschuss. Herzstück der insgesamt flachen, schnellen Strecke war die Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt – an diesem Tag Meike jedoch aufgrund der üppigen Kopfsteinpflaster-Passagen einiges abverlangen sollte. Wenn auch erst mit zwei Marathons im Rücken, ging Meike das Rennen routiniert an und fand von Beginn an gut ins Rennen. Durch den zeitgleich gestarteten Halbmarathon fanden sich auch im Spitzenbereich des Marathons noch viele Läufer. Die ersten zehn Kilometer waren nach 41:18 Minuten geschafft, der Halbmarathon nach 1:27:02 Stunden. Nachdem die zweiten 21,0975 Kilometer angebrochen wurden, dezimierte sich die zuvor siebenköpfige Gruppe. Besonders der zweite Durchlauf durch die historische Altstadt sollte für Meike chaotisch werden. Hunderte Halbmarathonläufer galt es plötzlich zu überholen, eine Getränkeaufnahme bei der Verpflegungsstelle war aufgrund der Läufermassen schlicht nicht möglich. Ihr Begleitfahrrad für die zweite Frau bemühte sich, mit Trillerpfeife den Weg für Meike freizumachen.


Mit perfekter Renneinteilung zu Platz zwei


Glücklicherweise sollte jenseits der 30-Kilometer-Marke und insbesondere beim dritten Besuch der Regensburger Altstadt rund sieben Kilometer vor dem Ziel wieder der volle Fokus auf die eigenen inneren Kämpfe möglich sein, die es in der Schlussphase des Marathons zu meistern galt. Auch wenn besonders auf den letzten Rennkilometern die Kräfte schwanden und das Ziel herbeigesehnt wurde, spiegelte sich dies keineswegs in Meikes Renntempo wider. Auf eine erste Hälfte in 1:27:02 Stunden ließ Meike eine zweite in 1:27:26 Stunden folgen und konnte so ihre persönliche Bestzeit um stolze drei Minuten auf hochklassige 2:54:28 Stunden steigern. Nur 17 Männer und die Siegerin waren vor ihr im Ziel. Die Zielgerade hatte sie ganz für sich allein und wurde vom Regensburger Publikum entsprechend gefeiert – und ließ sich selbiges ebenso wenig nehmen. Nach zwei starken Marathons auf der national zweit- und drittgrößten Bühne, konnte Meike mit dem zweiten Platz in Regensburg einmal mehr zeigen, dass sie der Königsdistanz des Laufsports mehr als gewachsen ist und große Klasse über die 42,195 Kilometer besitzt.

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