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Müller überzeugt beim größten Halbmarathon der Welt

Mit wieder einmal 60.000 gemeldeten Läufern bleibt der Great North Run auch 2022 der größte Halbmarathon der Welt. Auf der welligen Strecke von Newcastle nach South Shields lief Jonas Müller eine herausragende neue Bestzeit. Natalie Wangler ging als Elite-Läuferin ins Rennen.

Nicht nur in Großbritannien kommen Läufer ins Schwärmen, wenn sie auf den Great North Run, den inzwischen größten Halbmarathon der Welt, angesprochen werden. Gerade im Norden Englands ist der Mythos des Great North Runs allgegenwärtig. Auch Natalie Wangler und Jonas Müller hatten das Rennen in Newcastle bereits mehrere Jahre im Hinterkopf und freuten sich so, beim 41. Great North Run, der am 11. September über die Bühne ging, am Start sein zu können.


Pünktlich um 10:15 Uhr versammelten sich Hellen Obiri, mehrfache Weltmeisterin über 5.000 Meter, die amtierende Marathon-Olympiasiegerin Peres Jepchirchir sowie die weiteren Elite-Läuferinnen auf der großen Startgeraden südlich des im Norden von Newcastles Stadtzentrum gelegenen Town Moor. Fünf Minuten später setzten sich die 40 ausgewählten Elite-Läuferinnen, zu denen auch Natalie zählte, in Bewegung und eröffneten so den langen Lauftag. 25 Minuten später folgten die männlichen Elite-Starter um Halbmarathon-Weltrekordler Jacob Kiplimo und den zweitschnellsten Marathonläufer aller Zeiten, Kenenisa Bekele aus Äthiopien. Ebenfalls in der ersten Reihe mit rund 60.000 Läufern im Rücken stand auch Jonas, der nach einer neuen persönlichen Halbmarathon-Bestzeit greifen wollte.


Es folgte ein leicht welliges Rennen mit bester Stimmung, das gerade auf der ersten Hälfte jedoch auch durch leichten Gegenwind geprägt war. Nach knapp drei Kilometern wurde das Wahrzeichen des Events sowie das wohl bekannteste Bauwerk Newcastles, die Tyne Bridge erreicht und überquert. Gerade hier war die Stimmung herausragend. Langsam ging es aus Newcastle raus, quer durch Gateshead und in Richtung der nordenglischen Ostküste. Aufgrund der geringen Anzahl an Elite-Läuferinnen und der Tatsache, dass fast alle Läufer erst mindestens 25 Minuten später starteten, lief Natalie ein einsames Rennen mit nur wenigen weiteren Läuferinnen um sich herum. Gerade die Anstiege auf der zweiten Hälfte der Strecke wurden so zu einer noch anstrengenderen Angelegenheit. Auch wenn das Erreichen einer noch schnelleren Zeit so zweifelsohne erschwert wurde, gab die 26-Jährige ihr Bestes und lief so nach 1:22:53 Stunden als 28. Frau ins Ziel.


Noch erfolgreicher verlief der Great North Run für Jonas. Nach sehr offensiven ersten fünf Kilometern reduzierte er sein Tempo wie geplant, schließlich wurde auch er durch das Streckenprofil, den leichten, aber spürbaren Wind sowie das hohe Tempo deutlich gefordert. Nachdem zwölf von 13,1 Meilen absolviert und die fast zwei Kilometer lange Zielgerade entlang der Küste von South Shields erreicht war, mobilisierte er die letzten Kraftreserven und kämpfte nochmals um jede Sekunde. Kurz darauf finishte er unter dem großen Jubel tausender Zuschauer nach 1:11:20 Stunden und somit 38 Sekunden vor Ablauf seiner persönlichen Bestzeit. Damit kam er unter 60.000 Läufern auf den 56. Gesamtplatz und musste nur 15 Läufern, die nicht als Elite-Athleten an den Start gegangen waren, den Vortritt lassen.

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