Top-Zeiten und Bestleistungen auf dem Ku’damm

Zum 30. Jubiläum der City Night Berlin nahmen neun Roadrunners die stimmungsvollen zehn Kilometer im Herzen der Hauptstadt in Angriff. Neben mehreren Top-Zeiten sprangen für Annika und Patrick Brucker sogar neue Bestleistungen heraus.

Mit über 8.500 Teilnehmern, wovon der Großteil über die beliebten zehn Kilometer startete, ist die City Night Berlin mit der namhafteste, größte und hochklassigste 10-Kilometer-Lauf Deutschlands. Bei der 30. Jubiläums-Ausgabe am Samstag, den 30. Juli sollte sich am extrem hohen Niveau nichts ändern. Das Top-Feld der Frauen wie auch Männer war sogar deutlich besser besetzt als in den Vorjahren. So zog es eine Woche nach der eigenen Austragung des Top-Life Night Run in Gengenbach, bei dem die Organisation eines tollen Laufabends für alle Teilnehmer wichtiger als eigene Leistungen war, neun Roadrunners nach Berlin, um nun selbst mit vollem Fokus alles zu geben. Natalie Wangler, Meike Freudenreich, Annika Brucker, Katharina Oswald, Ulrike Müller, Jonas Müller, Patrick Brucker, Florian Walz und Manuel Geiler waren bei warmen, aber nicht zu heißen Bedingungen abends um 20:30 Uhr bereit, alles auf den Straßen Berlins zu geben. Umringt von mehreren Olympioniken und nationalen wie internationalen Top-Stars startete Natalie im Elite-Feld der Frauen. Nur wenige Meter dahinter gingen Jonas, Patrick, Florian, Meike und Annika ins Rennen. Trotz tausender Läufer am Start, der sich unweit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche befand, entzerrte sich das Feld schnell. Knapp zwei Kilometer ging es schnurgerade über den Ku’damm, ehe die Strecke sternförmig dreimal jeweils 90 Grad nach rechts und per Wendepunkt wieder zurück auf den Ku’damm führen sollte. Dass die neue Streckenführung extrem schnell sein sollte, bewiesen nicht nur die Sieger – abgesehen von der grandiosen Stimmung durch die tausenden Zuschauer. Schneller Schlusskilometer sichert Patrick neue Bestzeit Offensiv gingen Jonas und Patrick ins Rennen und sahen sich schnell auf Kurs einer Top-Zeit. Beide sollten sich ihre Kräfte gut eingeteilt haben und konnten das Tempo sehr konstant halten. Da ihnen dies besser als den meisten ihrer Mitstreiter gelang, machten beide Platz um Platz gut. Zwar blieb für Jonas seine Bestzeit, die er auf schottischem Boden gelaufen war, am Ende nicht ganz erreichbar, doch lief er mit 32:46 Minuten seine viertbeste Zeit jemals und damit sein schnellstes 10-Kilometer-Rennen des Jahres. Patrick sah sich bis zum letzten Meter im engen Kampf um seine Bestzeit. Ende des Vormonats beim Seelbacher Sonnwendlauf noch weit davon entfernt, ließ er mit großem Kämpferherz am Ende nichts anbrennen und lief mit einem schnellen letzten Kilometer nach 33:51 Minuten sechs Sekunden schneller als seine bisherige Bestmarke. Damit belegten die beiden unter den knapp 5.000 Finishern die Gesamtplätze 57 und 79. Natalie und Meike laufen im hochklassigen Frauenfeld in die Top-20 Ähnlich wie Jonas zeigte Natalie vom Start bis in Ziel ein starkes Rennen. Auch sie kämpfte auf der rund eine Meile langen Zielgeraden auf dem Ku’damm bis zum letzten Meter um jede Sekunde und konnte ihre Uhr nach 36:22 Minuten als 18. Frau des Gesamtfeldes stoppen. Damit stellte sie ihre beste Zeit aus 2022 ein und lief wie Jonas ebenfalls nur rund eine halbe Minute über ihrer Bestzeit. Sehr gute Erinnerungen an Berlin hatte besonders Meike, die wie Jonas, Patrick und Florian bereits 2019 an selber Stelle gestartet war und dort zu neuer Bestzeit laufen konnte. Sehr mutig startete auch sie ins Rennen und sollte dafür belohnt werden. Schon nach 36:32 Minuten, und somit zwei Plätze hinter Natalie, lief Meike im hochklassigen Frauenfeld auf den 20. Gesamtrang. Damit erreichte sie ihre zweitschnellste Zeit jemals und blieb nur sieben Sekunden über ihrer Bestzeit. Kurz darauf überlief mit Florian auch der fünfte Roadrunner an diesem Abend die Ziellinie. Er hatte nicht seinen besten Tag erwischt und kam dieses Mal nicht über 36:41 Minuten hinaus. Annika läuft zum vierten Mal 2022 Bestzeit über zehn Kilometer Am wenigsten Spannung im Rennen um persönliche Bestzeiten ließ Annika aufkommen. Auch sie ließ von Beginn an nichts anbrennen und bewies vom Start weg ihre weiterhin starke, aufstrebende Form und ihren Kampfgeist. Nach zwei zweiten Plätzen und einem Sieg in den vergangenen Monaten in Seelbach, Gengenbach und Biberach, setzte sie eine weitere Top-Zeit obendrauf und pulverisierte ihre bisherige Bestleistung als 34. aller Frauen um 41 Sekunden auf 38:29 Minuten. Erst seit Jahresbeginn im blauen Trikot unterwegs, konnte sich die Mühlenbacherin schon um über sechs Minuten steigern. In die gleiche Richtung zeigt auch Katharinas Formkurve. Mit 44:30 Minuten lief sie fast zweieinhalb Minuten schneller als noch in der Vorwoche und kann damit optimistisch Richtung der nächsten Rennen blicken. Etwas gehandicapt ging Manuel an den Start. Seiner Achillessehne musste er schon in der Anfangsphase Tribut zollen und entschied sich so, schon früh Tempo herauszunehmen. Nichtsdestotrotz konnte er in 47:25 Minuten die herausragende Stimmung entlang der Strecke genießen. Auch Ulrike konnte die Atmosphäre in vollen Zügen aufsaugen. Sie komplettierte das starke Teamergebnis nach 66:42 Minuten als insgesamt neunter Roadrunner.