Michael Schrempp zeigt starke Leistung beim Marató Barcelona

Nach langen Jahren kehrte Michael Schrempp zurück auf die Marathondistanz. Unter ungünstigen Vorzeichen stellte er sich am 8. Mai um acht Uhr morgens an die Startlinie in Barcelona und finishte 2:52:44 Stunden später seinen vierten Marathon.

Von Beginn seiner Vorbereitung an konnte Michael Schrempp auf sehr hohem Niveau trainieren und nicht nur im Training immer wieder seine Höchstform beweisen. Schon Anfang Februar lief er die 10-km-Distanz so schnell wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Die Uhr stoppte für ihn nach 34:40 Minuten, doch der Blick ging bereits Richtung nächstem Meilenstein, dem Halbmarathon als Vorbereitung auf den großen Tag in Barcelona. Doch nach vielen Wochen nahezu perfekten Trainings machte ihm die zweite Hälfte seiner Marathonvorbereitung einen Strich durch die Rechnung. Mit gemischten Gefühlen flog der 41-jährige Offenburger mit zwei Freunden in die spanische Metropole. Froh, es doch noch bis an die Startlinie geschafft zu haben, musste Michael allerdings mit deutlich heruntergeschraubten Ambitionen ins Rennen gehen. Seine bisherige Bestzeit von 2:43:56 Stunden möglichst deutlich herunterzuschrauben, war dieses Mal nicht möglich. Dennoch einen starken Marathon zu zeigen und einen seiner Freunde zu unterstützen, war der Plan, als um acht Uhr am Placa Espanya der Startschuss für rund 6.000 Marathonläufer fiel. Fortan führte die Strecke Michael und seine Mitstreiter auf den ersten drei Kilometern in nord-westliche Richtung zum Camp Nou, der Heimat des FC Barcelona. Nachdem der westlichste Punkt passiert war, wurden die Läufer zurück Richtung Zentrum der 1,6-Millionen-Einwohner-Stadt geführt. Die 10-km-Marke passierte Michael nach 39:53 Minuten. Mit noch rund zwei Stunden Laufzeit vor der Brust ging es an der weltbekannten Sagrada Familia, der prachtvollen Kathedrale Barcelonas, vorbei. Die folgenden Kilometer bis zur Halbmarathonmarke bestanden aus einem rund sieben Kilometer langen Wendepunkt-Stück. Zur Streckenhälfte zeigte die Uhr 1:24:10 Stunden. Auch danach, weiter durch das dritte Rennviertel blieb das Tempo der beiden sehr konstant bei einem Kilometerschnitt von vier Minuten, sodass mit der 30-km-Marke der süd-östlichste Punkt nach 1:59:42 Stunden passiert wurde, ehe die Strecke langsam, aber sicher Kurs Richtung Ziel nahm. Bis kurz vor dem Arc de Triomf und Kilometer 35 blieb das Tempo gleichmäßig hoch. Die letzten sieben Rennkilometer sollten es nochmal in sich haben. Mit weiteren markanten Streckenpunkten wie etwa dem Placa Catalunya, der rechts liegen gelassen wurde, näherten sich die Läufer dem Ziel, das sich wie der Start am Placa Espanya befand. Nach trotz suboptimaler Vorzeichen sehr starken 2:52:44 Stunden konnte Michael mit nach oben gestreckten Armen und einem Lächeln zwar etwas hinter seinen eigentlichen Ambitionen, aber doch zufrieden als 134. aller Läufer seinen Zieleinlauf genießen – und nebenbei seinem Freund als Tempomacher zu einer starken Endzeit verhelfen.