Herausragend am letzten Tag des Jahres

02/01/2019

Die Zahl fünf prägte den 31. Dezember und zog sich so durch einen Silvesterlauf-Tag, an dem gleich mehrere Roadrunners herausragten, so etwa Natalie Wangler, die den Silvesterlauf Schwaibach zum fünften Mal in Folge gewann.

 

„31. Dezember, 14 Uhr“ – wer ein blaues Trikot trägt, verbindet dies unweigerlich mit dem Silvesterlauf Schwaibach. Bereits zum 21. Mal ging der traditionsreiche Lauf, der in der RS-Geschichte schon immer eine besondere Rolle spielte, am Montag über die Bühne. Kurz nach 14 Uhr machten sich 412 Sportler auf die unterschiedlichen Strecken, um das Jahr beim letzten Lauf des Jahres gelungen abzurunden. Dieses Ziel hatten sich auch die gestarteten Roadrunners, die wie jedes Jahr an Silvester sportliche Unterstützung durch den Start von Freunden und Verwandten bekamen, gesetzt.

 

Mit einer couragierten Leistung konnten besonders Natalie Wangler und Meike Freudenreich auf sich aufmerksam machen. Während Natalie nach vier Siegen in den vergangenen vier Jahren als Top-Favoritin an den Start ging, stand für Meike ihr erstes Rennen in blau an. Bei Temperaturen von etwas mehr als 5 Grad Celsius gelang es beiden vom Start weg zu überzeugen. Natalie setzte sich bereits zu Beginn von ihren Verfolgerinnen ab und lief so ein ausgesprochen gleichmäßiges Rennen, das sie mit ihrem fünften Silvesterlauf-Sieg in Folge krönte. Nie zuvor war dies einem Teilnehmer des Silvesterlauf Schwaibachs gelungen. Anders als 2017, als sie in Streckenrekord-Zeit mit rund zehn Minuten Vorsprung gewann, waren dieses Mal gleich mehrere starke Läuferinnen, die allesamt in diesem Jahr schon verschiedene Läufe für sich entscheiden konnten, nach Schwaibach gekommen. Natalie ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, lief und gewann nach 37:43 Minuten. Ähnlich tat es Meike Freudenreich, die in 38:01 Minuten fast eineinhalb Minuten unter ihrer 10-Kilometer-Bestzeit bleiben konnte. Somit distanzierte auch sie die weiteren Läuferinnen um rund eine Minute und machte den Doppelsieg perfekt.

 

Ebenso erfolgreich gestaltete sich das 10-Kilometer-Rennen mit Blick auf die schnellsten Herren. Bachir Benouaret und Florian Walz enteilten dem Feld rasch. Während der eigentlich deutlich schnellere Bachir nicht seinen besten Tag hatte, erwischte Florian einen herausragenden und lief auf der zweiten Hälfte nach mehreren gemeinsamen Kilometern dem Sieg allein entgegen. Nach 34:39 Minuten stoppte für ihn die Uhr, womit auch eher deutlich unter seiner Bestzeit blieb. Bachir kam nach 35:42 Minuten auf Rang zwei. Das wohl spannendste Rennen entwickelte sich jedoch dahinter um den dritten Platz. Jonas Müller, Silvesterlauf-Sieger 2015 und 2017, ging nach einer verletzungsbedingten Trainingspause gemeinsam mit Natalie das Rennen an. Als diese sich nach einem Drittel der Renndistanz nach wie vor nur wenige Sekunden hinter drei auf den Plätzen drei bis fünf liegenden Männern aufhielt, versuchte Jonas das, woran niemand gedacht hatte: den Dreifach-Sieg perfekt zu machen. Trotz zahlreicher fehlender Laufkilometer in den vergangenen Monaten hielt er mit und konnte seine Klasse gegen seine drei Konkurrenten am Ende gekonnt nutzen, womit er nach 36:29 Minuten für eine der größten Überraschungen des Tages sorgen konnte. Auch der 10-Kilometer-Dreifach-Erfolg stellt in der über zwei Jahrzehnten langen Geschichte des Silvesterlaufs Schwaibach ein Novum dar. Gemeinsam mit den beiden schnellen Teamkolleginnen konnten so fünf der sechs Gesamtpodestplätze erreicht werden.

 

Wer dachte, dass es das jedoch schon gewesen war, hatte sich getäuscht. Nach 39:12 Minuten kam Franzose Dominique Schahl als 11. Mann ins Ziel. Seine 10-Kilometer-Bestzeit unterbot er dabei gar um 42 Sekunden und zeigte, dass mit ihm auch 2019 zu rechnen sein wird. Weitere zweieinhalb Minuten später erreichte Marathonläufer Dieter Hansert nach 43:48 Minuten das Ziel, womit auch er zum Jahresende absolut zufrieden sein konnte.

 

Parallel zum 10-Kilometer-Lauf fanden auch die Läufe über zwei und fünf Kilometer statt. Manuel Geiler finishte über knapp fünf Kilometer unter über 140 Finishern als 19. Mann. Das Ziel erreichte er nach 19:35 Minuten. Noch schneller war der letzte Lauf des Jahres für Daniel Zahn und Jonas Bender beendet. Beide gingen über die kurze Distanz von gut zwei Kilometer an den Start. In 6:49 bzw. 7:02 Minuten erreichten sie den zweiten und dritten Gesamtplatz. Während Daniel auf einer ungewohnt kurzen Strecke seine guten Trainingsleistungen auch im Wettkampf andeuten konnte, freute sich Jonas über einen weiteren Schritt auf dem Weg zurück zur alten Stärke, schließlich befindet sich auch er gerade erst wieder in der Aufbauphase.

 

Für ein weiteres Highlight des Tages sorgte derweil der 23-jährige Jonas Lehmann in Leipzig, wo der 29. Silvesterlauf des LC Auensee Leipzig stattfand. Die Runde durch den Auewald ging er mit dem Ziel an erstmals unter 35 Minuten über zehn Kilometer zu bleiben. Sein Plan ging auf, sodass er nach 34:44 Minuten auf den vierten Platz von knapp 600 Läufern finishen konnte. Platz drei verpasste er dabei nur um sechs Sekunden, den Sieg um 17. Neben Jonas Lehmann ging mit Sören Hetzel noch ein weiterer erfahrenerer Marathonläufer außerhalb von Südbaden an den Start. Er nahm den Berliner Silvesterlauf in Angriff. Auf der welligen 9,9 Kilometer langen Strecke erreichte Sören das Ziel auf Rang 27 von weit über 700 Startern liegend nach 40:29 Minuten.

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