Brucker, Hetzel & Filippidis mit starkem Debüt beim Ironman 70.3 Luxembourg

21/06/2018

 

Schon Ende 2017 war für die drei Roadrunners Patrick Brucker, Sören Hetzel und Georg Filippidis klar, dass es am Sonntag, den 17. Juni beim Ironman 70.3 Luxembourg über 1,9 Kilometer Schwimmen in der Mosel, 90 Kilometer Radfahren durch die schöne Weinregion und einem abschließenden Halbmarathon an den Start geht. So gleich das Ziel schien, so unterschiedlich waren die Hintergründe. Patrick entschied sich aus einer langen Zwangslaufpause für einen Ausflug zum Triathlon, Sören legte den Fokus zunächst im Frühjahr noch völlig auf den London-Marathon und Georg sieht sich ohnehin mehr im ausdauernden Dreikampf zuhause. Dass es für Patrick und Sören zugleich der allererste Triathlon sein sollte, machte das Abenteuer umso aufregender für sie – erfordert doch eine Mitteldistanz über insgesamt 113 Kilometer einiges an Training.

 

Schon im Dezember ausgebucht, standen die drei am Sonntagmorgen schließlich ab 9:15 Uhr zusammen mit 1.881 anderen Startern beim Ironman 70.3 Luxembourg vor der Mosel und fieberten dem Sprung ins Wasser entgegen. Georg ordnete sich als besserer Schwimmer beim Rolling-Start – alle drei Sekunden werden vier Athleten losgeschickt – ein wenig weiter vorne ein. Nach guten 35:18 Minuten hatte er die erste Disziplin bewältigt. Für eine dicke Überraschung sorgten dahinter Patrick und Sören, für die das Rennen erst nach dem Schwimmen so richtig beginnen sollte. Mit 37:29 Minuten bzw. 39:23 Minuten übertrafen sie all ihre persönlichen Erwartungen bei weitem und freuten sich über tolle Schwimmzeiten.

 

Die Radstrecke führte die Triathleten bei milden Temperaturen und teils kräftigem Westwind zuerst 36 Kilometer entlang der Mosel, wo nach gut 20 Kilometern ein Wendepunkt passiert wurde. Patrick nahm den anfänglichen Rückenwind dankend an und machte von Anfang an Druck. Auch den Mittelteil über rund 600 hügelige Höhenmeter durch die wunderschöne Weinregion um das Städtchen Remich absolvierte er fast ausschließlich auf der Überholspur und verbesserte sich von Platz 883 nach dem Schwimmen auf Platz 660. Nach für ihn sehr guten 2:40:37 Stunden hatte er den landschaftlich schönsten Teil bewältigt. Georg und besonders Sören ließen es unterdessen ein klein wenig ruhiger angehen, bezwangen die 90 Kilometer aber auch in starken 2:55:55 Stunden bzw. 2:55:09 Stunden, was ihren Erwartungen voll entsprach.

 

Besonders auf den letzten Teil freuten sich die drei natürlich. Nach zwei gelungenen Wechseln rannte Patrick schon nach gut 3:26 Stunden auf die Laufstrecke. Allerdings machten sich schnell die besonders an den Anstiegen auf dem Rad investierten Körner bemerkbar, die ihm nun fehlten. Sein kleines Ziel einer Laufzeit deutlich unter 1:30 Stunden rückte in Ferne. Doch er kämpfte sich auf der immer voller werdenden Laufstrecke dennoch recht konstant durch und konnte auf den ersten beiden der vier Laufrunden sein Tempo halten. Auf den letzten zehn Kilometern machten sich zusätzlich die seit dem Herbst fehlenden Trainingskilometer bemerkbar. Dennoch reichte es für ihn, um sich bei seinem ersten Triathlon auf der Laufstrecke mit einem Halbmarathon von 1:33:51 Stunden um weitere knapp 300 Plätze auf Gesamtplatz 397 vorzulaufen. Nach exakt 5:00:00 Stunden überquerte er erschöpft, aber überglücklich die Ziellinie des Ironman 70.3 Luxembourg. In seiner Altersklasse 18-24 belegte er den 13. Platz.

 

Sören lief unterdessen mit einer Runde Rückstand nur wenige Meter vor Patrick in fast dem gleichen Tempo. Er konnte in der dritten Disziplin gar knapp 400 Plätze gutmachen und mit 1:36:32 Stunden die 279. schnellste Halbmarathonzeit unter allen fast 2.000 Triathleten laufen. Auch er freute sich riesig über sein großartiges Triathlondebüt und überquerte die Ziellinie nach 113 Kilometern Schwimmen, Radfahren und Laufen nach starken 5:24:13 Stunden als 743. des Gesamtfeldes. Damit machte er sich einen Tag nach seinem Geburtstag das größte Geschenk selbst. Zu dieser Zeit auch auf seiner letzten Laufrunde war Georg. Als deutlich unerfahrenerer Läufer fielen ihm die abschließenden 21,1 Kilometer nicht ganz so leicht wie Sören. Doch auch er kämpfte sich mit einer nur zwei Sprint-Triathlons umfassenden Erfahrung vorbildlich bis ins Ziel. Für ihn stoppte die Uhr nach 2:11:01 Stunden für den Halbmarathon bzw. 5:49:48 Stunden als Gesamtzeit. Damit belegte er unter allen Athleten Platz 1115 und Platz 23 in der Altersklasse 18-24.

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