Florian Walz vierter Deutscher beim New York Half

21/03/2018

Rund 22.000 Läufer gingen am Sonntag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im New Yorker Stadtteil Brooklyn an den Start des United Airlines New York Half, der als wohl bedeutendster Halbmarathon Amerikas anzusehen ist. Während das Rennen für einen von der beiden gestarteten Roadrunners zum Geburtstagsrennen wurde, katapultierte sich der andere auf das nächste sportliche Level. 

 

Für den 19-jährigen Gengenbacher Florian Walz und Marathonläufer Werner Kienzler stand mit der Reise zum New York Half das größte Abenteuer ihrer bisherigen Laufkarriere an. Bereits am Donnerstagmorgen hatten sie sich über Frankfurt auf den Weg nach New York City gemacht, wo sie gut acht Stunden später mit fünf Stunden Zeitverschiebung zur deutschen Zeit gelandet waren. Bevor am Sonntag um 7:30 Uhr Ortszeit das große Rennen anstand, blieb noch etwas Zeit um eine der interessantesten Städte der Welt zu erkunden. Bald hieß es jedoch „Run the Big Apple!“. Der 18. März war gekommen und damit auch Werners Geburtstag und das große Rennen durch Brooklyn und Manhattan. Im Startblock AA gestartet, ging Florian um 12:30 Uhr deutscher Zeit mit den schnellsten der Schnellsten auf die Strecke. Seine erst im vergangenen Herbst im norwegischen Oslo aufgestellte Halbmarathon-Bestzeit von 1:23:50 Stunden möglichst deutlich zu unterbieten, hatte der 35-Minuten-Läufer sich dabei als Ziel gesetzt. Dementsprechend offensiv ging er das Rennen an. Schnell fand er seinen Rhythmus und das geplante Tempo, woran sich bis zum Zieleinlauf im Central Park nichts ändern sollte. Als die Manhattan Bridge, auf der die Läufer sichtlich mit dem Gegenwind zu kämpfen hatten, überquert und mit dem Times Square der nächste imposante Punkt der Strecke erreicht war, wurde sich zunehmend auf den finalen Streckenabschnitt, der ab Kilometer 15 folgen sollte, konzentriert.  

 

Kurz darauf erreichte Florian den Eingang des weltbekannten Central Parks, den er bis ins Ziel nicht mehr verlassen sollte. Für ihn und Werner, für den es einige Minuten später ebenfalls auf das letzte Teilstück ging, startete das Rennen nun erneut. Sechs wellige Kilometer mit zahlreichen Anstiegen verlangten den Läufern so nochmals alles ab. Mit einem starken Schlusskilometer sicherte sich Florian wenig später den dritten Platz seiner Altersklasse. Zudem erreichte er das Ziel als vierter Deutscher. Seine Bestzeit unterbot er in 1:20:56 Stunden zudem sogar um fast drei Minuten. Während Florian das Ziel bereits erreicht hatte, ging es für Werner ebenfalls auf die harten letzten Kilometer. Statt wie die meisten anderen Läufer Zeit zu verlieren, konnte er sein Tempo, das er nach der ersten Viertel des Rennens bereits etwas erhöht hatte, halten und nach guten 1:56:46 Stunden finishen. 

 

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