Großer Jubel und ein erstklassiges Teamergebnis in der Domstadt

02/10/2017

Elf von 14 Roadrunners liefen in Köln den Halbmarathon schneller als je zuvor, zehn blieben dabei teils sehr deutlich unter 1:30 Stunden. Während die RS-Feier am Dom schon nach 1:14 Stunden beginnt, freuen sich zwei Halbmarathon-Debütanten über ihren ersten Halbmarathon.

 

Bereits am Freitagmorgen reisten 15 Roadrunners in die viertgrößte Stadt Deutschlands, nämlich nach Köln, um sich dort auf den am gestrigen Sonntag stattfindenden Köln-Marathon einzustimmen. Mit knapp 25.000 gemeldeten Läufern und laut Veranstalter rund einer halben Million Zuschauer an der Strecke zählt der Köln-Marathon zu den größten Marathons Deutschlands. Dies haben die Kölner besonders dem Andrang der Halbmarathon-Läufer zu verdanken, von denen in diesem Jahr 15.000 an den Start gingen. Hätte der Veranstalter den Lauf über die 21,1 Kilometer nicht schon Tage zuvor als „ausgebucht“ erklärt, wären wohl einige weitere dazugekommen. Die 21. Auflage versprach Rennen auf absolutem Top-Niveau, gerade auf der Halbmarathon-Distanz. Am Sonntagmorgen fiel dann bereits um 8:30 Uhr auf dem Ottoplatz im Stadtteil Deutz unweit der Lanxess-Arena der Startschuss.

 

Vorne weg preschten wie erwartet die Ohlsbacher Jonas Müller und Bachir Benouaret. Das lange gemeinsam laufende Trio aus Jonas Lehmann, Patrick Brucker und Daniel Zahn folgte wie auch Natalie Wangler mit etwas Abstand. Gemeinsam die 10 Kilometer-Marke nach 35:33 Minuten passierend, deutete sich bereits an, dass sich die Wege von Jonas und Bachir bald trennen würden, was bei Kilometer 12 der Fall war. Drei Kilometer später fiel auch das beschriebene Trio auseinander. Fortan widmete man sich im Alleingang dem Erreichen einer neuen Bestzeit, die die meisten als Ziel ausgegeben hatten. Wenige hundert Meter weiter hinten befand sich Natalie Wangler wie geplant auf klarem Bestzeitkurs und lief jeden Kilometer dabei wie ein Uhrwerk. Nach einer starken ersten Hälfte sollte jedoch eine noch stärkere zweite folgen, bei der sie die letzten zehn Kilometer nochmals unter 39 Minuten lief. Mit einer ähnlichen Taktik gingen auch Debütant Jonas Bender und Werner Kienzler an ihren Halbmarathon heran, bei denen die zweite Hälfte teils deutlich schneller als die erste war.

 

Mit den Worten „Der Dom ist das Ziel!“ im Kopf wurde so über die Deutzer Brücke der Rhein überquerte und über Lilienthal, Ehrenfeld und den dreimal zu überlaufenden Rudolfplatz, der neben den letzten Metern am Dom die absolute Stimmungshochburg darstellte, in Richtung des Doms gelaufen. Die blaue Feier auf rotem Teppich am Fuße des Doms begann, als Jonas Müller nach 1:14 Stunden die letzte Linkskurve passiert hatte und sich auf die Zielgerade begab. Bereits nach 1:14:53 Stunden blieb für den 23-Jährigen die Uhr stehen, womit er seine Bestzeit um über zweieinhalb Minuten verbessern konnte. In einem enorm stark besetzten Feld lief er beim zweitgrößten Halbmarathon Deutschlands so auf Platz 49 von 15.000. Bachir folgte in 1:17:31 Stunden ebenfalls mit neuer Bestzeit auf Platz 77. Durch Jonas Lehmanns Zieleinlauf, der in 1:18:44 Stunden seine Bestzeit zwar um genau eine Minute verpasste, aber dennoch eine starke Leistung zeigen konnte, war das erste Trio für die Teamwertung komplett. In 3:51:08 Stunden schafften es die Drei auf den vierten Rang, das zweite Trio sollte nach 4:02:30 Stunden auf Platz zehn folgen, das Dritte in 4:21:45 Stunden auf Rang 21.

 

Als nächster kamen Patrick (1:19:28 Stunden) und Daniel (1:20:02 Stunden) ins Ziel. Während Patrick seine Bestzeit um 16 Sekunden verbesserte, verpasste Daniel trotz erneuter Bestzeitverbesserung die erste Zeit unter 1:20 Stunden erneut nur sehr knapp. Wenige Meter hinter der Ziellinie warteten die Fünf auf ihre schnellste Teamkollegin. Keine zwei Minuten später bog Natalie um die letzte Kurve und lief in 1:22:24 Stunden nicht nur knapp drei Minuten unter ihrer alten Bestzeit, sondern auch als 13. Frau und zweitschnellste Studentin ins Ziel, wo sie von ihren fünf Teamkollegen in Empfang genommen wurde. Es ging weiter, wie es knapp acht Minuten zuvor angefangen hatte. Nach 1:24:06 Stunden stürmte Sören Hetzel gut eineinhalb Minuten vor Ablauf seiner alten Bestzeit ins Ziel. Nach 1:25:27 Stunden folgte Florian Walz, der nach intensiven Wochen und seiner Bestzeit in Oslo von vor zwei Wochen (1:23:50 Stunden) seine gute Form bestätigte. Als nächster war es der 16-Jährige Jonas Bender, der den roten Teppich betrat und nach 1:26:42 Stunden mit in die Höhe gestreckten Armen überglücklich seinen ersten Halbmarathon finishte und so auf Platz vier der Altersklasse U18 kam. Dem hohen Tempo von Jonas konnte Jan Discher auf der zweiten Hälfte nicht ganz folgen, lief jedoch konstant sein Rennen zu Ende und konnte sich nach 1:29:36 Stunden über eine Bestzeitverbesserung von über vier Minuten freuen.

 

Auch wenn sich nun bereits zehn von 14 gestarteten Roadrunners im Ziel befanden, gingen die Blicke gespannt in Richtung Dom und der sich in dessen Richtung befindenden letzten Kurve, in der die Zuschauer in etlichen Reihen hintereinanderstanden. Gut fünf Minuten später kamen Dieter Hansert und Manuel Geiler wie erwartet um die letzte Kurve geschossen und gaben auf den letzten Metern noch einmal alles. Dieter knackte so in 1:35:58 Stunden die nächste Minuten-Grenze, worüber er sich mit Manuel (1:36:16 Stunden), der ebenfalls ein starkes Rennen zeigte, und seinen Teamkollegen freuen konnte. Mit Werner Kienzler und Ulrike Müller-Benouaret befanden sich nun noch zwei Roadrunners auf den Straßen Kölns. Defensiv ins Rennen gestartet, legte Werner auf der zweiten Hälfte deutlich zu und finishte nach 1:50:44 Stunden knapp zwei Minuten unter seiner alten Bestzeit. Weiter hinten gestartet, lief für Ulrike das Rennen zu diesem Zeitpunkt noch. Auch wenn sie nicht ihren besten Tag erwischte, freute sie sich im Ziel über das erfolgreiche Finishen ihres ersten Halbmarathons. So ging das Wochenende, auf den man sich intensiv vorbereitet hatte, sportlich erfolgreich, aber auch mit zahlreichen schönen, außersportlichen Erinnerung im Gepäck zu Ende.

 

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